Am Samstag, dem 09. Mai 2026, wurde der DFB-Campus zu einem besonderen Ort der Begegnung der Gemeinschaft und der gelebten Inklusion. Gemeinsam mit den Ibbenbürener Kickers veranstaltete die DFB-Stiftung Sepp Herberger dort den Fußball Freunde Cup 2026. Insgesamt 19 Inklusionsmannschaften aus ganz Deutschland kamen zusammen, um eindrucksvoll zu zeigen, dass Fußball keine Barrieren kennt und Menschen auf ganz natürliche Weise verbindet.
Bereits am frühen Morgen herrschte auf dem Gelände des DFB-Campus eine fröhliche und erwartungsvolle Atmosphäre. Wo normalerweise die deutschen Nationalmannschaften trainieren, standen diesmal Teamgeist, Fairplay und das gemeinsame Erlebnis im Mittelpunkt. Nach der offiziellen Begrüßung um 10:00 Uhr und der Trainerbesprechung startete das Turnier um 10:30 Uhr in drei verschiedenen Wettbewerbsformaten: einem U15-Inklusionsturnier, einem Ü15-Inklusionsturnier sowie einem Turnier für Fußballerinnen ab 15 Jahren. Gespielt wurde im Modus 6 gegen 6 – mit jeweils fünf Feldspielerinnen beziehungsweise Feldspielern und einer Torhüterin oder einem Torhüter. Besonders wichtig war dabei der inklusive Gedanke: In jedem Team mussten immer mindestens drei Spielerinnen oder Spieler mit Handicap gleichzeitig auf dem Platz stehen. Der Leistungsgedanke trat dabei bewusst in den Hintergrund, denn die gemeinsame Freude am Fußballspiel sollte im Vordergrund stehen.
Die Begeisterung war den gesamten Tag über auf und neben den Plätzen deutlich spürbar. Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit und ohne Behinderung spielten Seite an Seite, unterstützten sich gegenseitig und feierten gemeinsam gelungene Aktionen. Überall wurde gelacht, angefeuert und fair miteinander umgegangen. Genau diese besondere Atmosphäre machte den Fußball Freunde Cup zu weit mehr als nur einem Fußballturnier.
Eine besondere Rolle spielte dabei auch Andreas Rastdorf aus Erfurt. Der im E-Rollstuhl sitzende Schiedsrichter leitete Spiele des Turniers mit großer Aufmerksamkeit, viel Fingerspitzengefühl und sichtbarer Leidenschaft für den Fußball. Dass viele Partien bewusst von Schiedsrichtern mit Behinderung begleitet wurden, unterstrich den inklusiven Charakter der Veranstaltung zusätzlich. Andreas Rastdorf wurde für viele Teilnehmende zu einem eindrucksvollen Beispiel dafür, wie selbstverständlich Inklusion im Fußball gelebt werden kann. Mit seiner freundlichen Art und seinem engagierten Auftreten gewann er schnell die Sympathien der Spielerinnen und Spieler sowie der Zuschauerinnen und Zuschauer.
Auch abseits des Rasens bot der Fußball Freunde Cup zahlreiche besondere Momente. Die Teams konnten an Führungen über den beeindruckenden DFB-Campus teilnehmen, Erinnerungsfotos mit DFB-Maskottchen Paule machen und Auftritte eines Fußball-Freestylers bestaunen. Während der Mittagspause wurden Mannschaften und Schiedsrichter kostenlos verpflegt und mit ausreichend Wasser versorgt. So entstand über den gesamten Tag hinweg ein echtes Gemeinschaftsgefühl.
Zur Siegerehrung am Nachmittag gab es schließlich nur Gewinner. Pokale, Medaillen, Urkunden und viele strahlende Gesichter machten deutlich, worum es an diesem Tag wirklich ging: um Teilhabe, Freundschaft und die verbindende Kraft des Fußballs. DFB-Vertreter wie Dr. Holger Blask, Ralph-Uwe Schaffert und Hanno Balitsch würdigten die besondere Atmosphäre des Turniers und betonten die Bedeutung von Inklusion im organisierten Fußball.
Mit vielen neuen Eindrücken, Begegnungen und glücklichen Erinnerungen endete am Abend ein außergewöhnlicher Fußballtag in Frankfurt am Main. Der Fußball Freunde Cup 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass Fußball Menschen zusammenführt, Vorurteile abbaut und Gemeinschaft entstehen lässt – unabhängig von Alter oder Behinderung.






Text & Bilder: Markus Strecker





