Der Kreisfußballausschuss Erfurt-Sömmerda gratulierte dem SV Empor Walschleben herzlich zu seinem 100-jährigen Vereinsjubiläum.
Im Rahmen der Festveranstaltung überreichten der stellv. Vorsitzende Steffen Reichenbächer sowie die Ehrenamtsbeauftragte Anett Lohfeld als Vertreter des KFA Erfurt-Sömmerda dem traditionsreichen Verein Ehrengeschenke und Präsente als Zeichen der Anerkennung.
Obwohl bereits vor 1926 in Walschleben Sport betrieben und ein Turnverein gegründet wurde, begann nach bisherigen Recherchen vor genau 100 Jahren die Geschichte des Fußballs im Ort.Im Jahr 1948 wurde der Sportverein Vorwärts Walschleben aufgelöst. Zunächst war geplant, den Verein unter dem Namen Fortuna Walschleben weiterzuführen. Doch es kam anders: Die Betriebssportgemeinschaft (BSG) Empor Walschleben wurde gegründet. Neben Fußball gehörten damals auch Handball, Leichtathletik, Pferdesport, Radsport und Wintersport zum Vereinsleben. Bis zur politischen Wende blieb der Verein unter diesem Namen bestehen, ehe er sich 1990 in den heutigen Sportverein (SV) Empor Walschleben umwandelte.
Einen ersten bedeutenden sportlichen Erfolg feierte Walschleben 1954 mit dem Gewinn der Kreismeisterschaft Erfurt-Land. Der Aufstieg blieb jedoch noch verwehrt. Zwölf Jahre später gelang als erneuter Kreismeister schließlich der Sprung in die Bezirksklasse. Den bislang größten Erfolg der Vereinsgeschichte erreichte Empor 1977 mit dem Aufstieg in die Bezirksliga, damals die dritthöchste Spielklasse.
Für Gerhard Gutwasser, eine prägende Persönlichkeit des Walschlebener Fußballs, lag die besondere Stärke des Vereins stets in seiner Trainerausbildung und -arbeit: „Die Stärke in Walschleben war schon immer das Traineramt. Über Jahrzehnte haben alle Beteiligten hervorragende Arbeit geleistet. Das hat sich weit über die Ortsgrenzen hinaus herumgesprochen.“ Diese kontinuierliche und engagierte Arbeit sorgte dafür, dass der Verein über viele Jahre hinweg auf einen starken Spielerstamm bauen konnte und sich um den Nachwuchs kaum Sorgen machen musste.
Am 30. Mai 2026 wurde das Jubiläum im „Lindenhof“ gemeinsam mit Aktiven und Ehemaligen, Übungsleitern, Partnern, Unterstützern und zahlreichen Gästen gefeiert.
Vereinsvorsitzender und Bürgermeister Marcel Bube präsentierte die Vereinsgeschichte anhand zahlreicher historischer Bilder und richtete zugleich den Blick nach vorn. Besonders erfreulich war die Mitteilung, dass die Förderbescheide von Bund und Land vorliegen und damit der Bau eines Kunstrasenplatzes beginnen kann. Die Maßnahme wird die Trainingsbedingungen – insbesondere in den Wintermonaten – deutlich verbessern. Darüber hinaus soll auch das Sportplatzgebäude modernisiert werden. Hierfür werden weiterhin Spenden gesammelt.
Ein besonderer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der Würdigung des Ehrenamtes. Bemerkenswert ist dabei, dass in Walschleben kein Übungsleiter eine Vergütung für seine Tätigkeit erhält – ein außergewöhnliches Engagement, das den Verein seit Jahrzehnten prägt.
Der KFA Erfurt-Sömmerda bedankt sich für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie den unermüdlichen Einsatz für den Fußballsport. Für die Zukunft wünscht er dem SV Empor Walschleben weiterhin viel Erfolg, zahlreiche sportliche Höhepunkte und eine positive Entwicklung.



Text: M. Wetzel/S. Reichenbächer
Bilder: Sebastian Fernschild





