Mit Beginn der neuen Saison treten auch einige Anpassungen im Regelwerk in Kraft. Vieles davon lässt sich schon bei der laufenden FIFA WM in den USA, Kanada und Mexiko beobachten. Unter anderem wird es neue Countdowns bei der Ausführung von Einwürfen und Abstößen geben. Zudem werden sich Spieler*innen, die ausgewechselt werden sollen, künftig etwas beeilen müssen.
FUSSBALL.DE fasst für euch die wichtigsten Regeländerungen zusammen, damit ihr bestens vorbereitet in die neue Spielzeit starten könnt.
Countdowns im Falle von Zeitverzögerungen bei Einwürfen und Abstößen (Regeln 15 & 16)
Die visuell wohl auffälligsten Regeländerungen in diesem Jahr betreffen die Einwürfe und Abstöße. Hierbei wird, ähnlich wie beim im vergangenen Jahr eingeführten Torwart-Countdown (acht Sekunden), künftig vom Schiri ein fünfsekündiger Countdown per Hand angezeigt, wenn ein*e Spieler*in oder ein Team die Spielfortsetzung verzögert.
Ist der Countdown abgelaufen und das Spiel immer noch nicht fortgesetzt, wechselt der Ballbesitz. Im Falle eines Einwurfs bekommt das gegnerische Team den Ball und kann einwerfen, beim Abstoß bekommt das gegnerische Team einen Eckstoß zugesprochen.
Zeitlimits für Auswechslungen (Regel 3)
Dass Spieler*innen Auswechslungen möglichst zügig vollziehen sollen, ist bekannt. Neuerdings enthält das Regelwerk ein Zeitlimit, in dessen Rahmen der Wechsel passieren muss. Haben die Spieler*innen zehn Sekunden nach der Anzeige des Wechsels den Platz noch nicht verlassen, dürfen die Einwechselspieler*innen künftig erst nach einer Minute Wartezeit und erst in der darauffolgenden ersten Unterbrechung das Feld betreten. Die ausgewechselten Spieler*innen dürfen in einem solchen Fall nicht auf dem Platz bleiben. Das bedeutet: Verlässt ein*e Spieler*in nicht schnell genug das Feld, bleibt das wechselnde Team mindestens eine Minute in reduzierter Personenstärke. Das Ziel dieses Zeitlimits ist es, die Unterbrechungszeiten zu reduzieren.
Unterzahl nach Verletzungsunterbrechungen (Regel 5)
Nicht nur bei Auswechslungen kann es künftig vorkommen, dass Spieler*innen eine Zwangspause auferlegt wird. Fußballer*innen müssen ab sofort, sofern sie auf dem Spielfeld behandelt werden, untersucht werden oder eine verletzungsbedingte Spielunterbrechung verursachen, das Spielfeld verlassen und dort mindestens eine Minute warten, bis sie wieder das Spielfeld betreten dürfen. Anders als bei den Auswechslungen müssen sie dabei aber nicht auf die nächste Unterbrechung warten. Hierfür reicht die Erlaubnis der Schiedsrichter*innen, die von den Unparteiischen auch im laufenden Spiel angezeigt werden kann.
Ausnahmen von der Regel bestehen, wenn…
… Torhüter*innen sich verletzen.
… ein*e Torhüter*in und ein*e Feldspieler*in nach einem Zusammenprall behandelt werden müssen.
… Spieler*innen desselben Teams nach einem Zusammenprall behandelt werden müssen.
… sich ein*e Spieler*in schwer verletzt.
… ein*e Spieler*in durch ein Foul verletzt wurde, für das eine persönliche Strafe ausgesprochen wurde und die anschließende Behandlung schnell abgeschlossen wurde.
… ein Strafstoß verhängt wurde und die verletzte Person diesen schießen soll.
Vorteil nach falsch ausgeführter Spielfortsetzung möglich (Regel 5)
Angenommen Spieler*in A von Team Blau rutscht bei der Ausführung eines Einwurfs der Ball aus der Hand. Normalerweise wäre dieses Vergehen als falscher Einwurf zu werten und der Ballbesitz würde zu Team Rot wechseln. Ergattert Spieler*in B von Team Rot aber nach dem Fauxpas den Ball und erspielt sich daraus eine Vorteilssituation, kann der Schiri die Situation laufen lassen. Wichtig ist, dass die Intention, wie die Spielfortsetzung (Einwurf, Abstoß, etc.) ausgeführt werden soll, grundsätzlich korrekt sein muss.
Keine persönlichen Strafen nach Torerzielungen aus Vorteilssituationen (Regel 12)
Für das Vereiteln einer offensichtlichen Torchance gibt es in Zukunft keine Verwarnung mehr, wenn auf Vorteil entschieden und ein Tor erzielt wird. Dies gilt beispielsweise bei der klassischen „Notbremse“ oder wenn ein*e Verteidiger*in den Ball auf der Torlinie abwehrt und im Anschluss ein Tor erzielt wird.
Tragen von Schmuck (Regel 4)
Künftig ist es erlaubt beim Fußballspielen Schmuck oder Accessoires zu tragen. Die Bedingung hierbei ist: Sie müssen ungefährlich und sicher abgedeckt sein. Es darf keine Gefahr für alle Beteiligten darstellen und auch in Zukunft ist es besser, keinen Schmuck beim Sport zu tragen.

Quelle: fussball.de





